Standortprofil Ostthüringen

Ostthüringen – eine dynamische Region

Ostthüringen ist ein attraktiver Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort – traditionsreiches Gewerbe und zukunftsträchtige Unternehmen treffen hier aufeinander. Die zentrale geografische Lage in Europa, der erfolgreich vollzogene Wandel zu einer leistungsfähigen, modernen Wirtschaftsstruktur und die beeindruckenden Entwicklungen im Infrastruktur- und Telekommunikationsbereich sind Garanten für die dynamische Entwicklung der Region. Hier leben rund 665.000 Einwohner und 320.000 Erwerbspersonen auf einer Fläche von 4.684 km² [1].
Die Zahl der Mitglieder der IHK Ostthüringen zu Gera ist seit 1992 von 25.000 auf 35.000 Unternehmen angewachsen. Etwa 2.000 Unternehmen bilden die industrielle Basis im IHK-Bezirk [2]. Die Ostthüringer Industrie engagiert sich verstärkt im Exportgeschäft. Insbesondere Hightech-Produkte aus Ostthüringen – zum Beispiel optische Instrumente, aber auch Maschinen und Chemieprodukte – finden ihre Käufer weltweit. Rund 40 % des Umsatzes im produzierenden Gewerbe werden inzwischen im Ausland erwirtschaftet.
Der IHK-Bezirk Ostthüringen verbindet starke Wirtschaftsstandorte wie Saalfeld/Rudolstadt, die Saale-Orla-Region, die Wissenschaftsstadt Jena und die traditionsreiche Industrie- und Bergbaustadt Gera mit einer Fülle an landschaftlich reizvollen Regionen. In Blankenstein an der Saale endet der berühmte, über die Kämme des Thüringer Waldes verlaufende Rennsteig. Das Thüringer Meer – Deutschlands größter Verbund an Stauseen (Bleiloch- und Hohewartestausee) – ist ein Paradies für Wassersportler; und das Land der 1.000 Teiche im Natur- und Vogelschutzgebiet Plothener Seen kündet von unberührter Natur. Burgen und Schlösser der fürstlichen Residenzen in Dornburg, Altenburg, Greiz oder Rudolstadt prägen die Kulturlandschaft. Lebendige Städte und attraktive Festivals, wie das Tanz- und Folkfest Rudolstadt oder die Kulturarena Jena, geben Ostthüringen kulturelles Flair. Ein gut ausgebautes Netz aus Radwegen erschließt auch sportlich aktiven Besuchern die landschaftlichen und kulturellen Schönheiten der Region. Zu diesen zählen seit wenigen Jahren auch die im Zuge der Bundesgartenschau neu geschaffenen Garten- und Parklandschaften in Gera oder die Neue Landschaft in Ronneburg, eines der größten Renaturierungsprojekte weltweit.
Herz der Ostthüringer Hightech-Industrie ist die Stadt Jena. Gestützt auf die lebendige Tradition optischer Spitzentechnologie entwickelte sich hier in jüngster Vergangenheit ein wirtschaftlicher Schwerpunkt im Bereich moderner Querschnittstechnologien: Unternehmen in den Bereichen Photonik, Feinwerktechnik, Messtechnik, Mikrotechnik, Biotechnologie, Medizintechnik und Verbundwerkstoffe bestimmen das Bild des Wirtschaftsstandortes Jena. Die enge Zusammenarbeit von Unternehmen mit Spitzenforschern an Universität, Fachhochschule und Forschungseinrichtungen bringt bahnbrechende Innovationen auf den Weg. Namen wie Friedrich-Schiller-Universität Jena, Max-Planck-, Fraunhofer-, und Leibnitz-Institute sowie Carl Zeiss Jena GmbH, SCHOTT JENAer GLAS GmbH oder Jenoptik AG sprechen für sich.
Die Stadt Gera zeichnet sich durch eine hohe Konzentration von Dienstleistungs- und Handelsunternehmen aus. Auch die Bildung kommt nicht zu kurz: Die im Oktober 2007 gegründete private SRH Hochschule für Gesundheit und die Duale Hochschule Gera-Eisenach bilden den Nachwuchs in den Bereichen Soziale Dienste, Rehabilitation, Ingenieurwissenschaften, Dienstleistungswirtschaft, Handel sowie Industrie- und Wirtschaftsinformatik aus.
Das produzierende Gewerbe im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt gehört zum stärksten in ganz Ostthüringen. Hier finden sich neben dem Ernährungsgewerbe die chemische Industrie/Kunststoffe, die Glasindustrie und die metallverarbeitende Industrie.
Die Stahlwerk Thüringen GmbH in Unterwellenborn setzt die Tradition der Stahlgewinnung und -verformung in Ostthüringen mit modernster Technik fort.
Nahezu gleichstark präsentiert sich die Industrie im Saale-Orla-Kreis. Die Holz- und Bauzulieferindustrie hat hier einen starken Stand. Dank der entlang der Saale gelegenen Stauseen „Bleiloch” und „Hohenwarte” sind Energiewirtschaft und Gastgewerbe ebenfalls gut etabliert.
In den Landkreisen Altenburger Land und Greiz haben sich Unternehmen vor allem in den Bereichen Fahrzeugbau-, Automobilzulieferindustrie, die Umwelttechnik, Bekleidungs-, Bauzulieferindustrie und der Maschinenbau etabliert.
Der Raum Altenburg hat durch den Ausbau des Regionalflughafens Leipzig-Altenburg Airport einen weiteren Synergieeffekt erfahren, der von Ostthüringen in den mitteldeutschen Raum ausstrahlt.
Der Saale-Holzland-Kreis, vorteilhaft gelegen am Hermsdorfer Kreuz, der Schnittstelle der Bundesautobahnen A 4 und A 9, entwickelt sich verstärkt zu einem Logistikzentrum. Die Produktion und Weiterentwicklung von Industriekeramik sowie die günstige Lage zwischen den Oberzentren Gera und Jena präferiert den Saale-Holzland-Kreis für die Ansiedlung neuer Unternehmen.
[1] Quelle: Thüringer Landesamt für Statistik
[2] Quelle: IHK Ostthüringen zu Gera