Förderprogramme BAG 2021


Über das Bundesamt für Güterverkehr (BAG) können verschiedene verkehrsbezogene Förderprogramme in Anspruch genommen werden. Hier finden Sie eine Übersicht der angebotenen Fördermöglichkeiten:

Förderprogramm – Sicherheit und Umwelt in Unternehmen des Güterkraftverkehrs mit schweren Nutzfahrzeugen – De-Minimis

Über das in der Regel lediglich als „De-Minimis“ bezeichnete Programm lassen sich verschiedene, überobligatorische, fahrzeug- oder personenbezogene Ausrüstungen sowie Maßnahmen zu Effizienzsteigerung im Unternehmen fördern.
Die Antragstellung ist 2021 vom 7. Januar bis 30. September möglich.
Neu ist ab 2021, dass Beratungsleistungen zu automatisierungs- oder digitalisierungsbezogenen Fragen der Unternehmensführung sowie zur Cyber-Sicherheit förderfähig sind.
Für die Förderfähigkeit von Reifen wird durch das Bundesamt für Güterverkehr eine Kalkulationstabelle zur Verfügung gestellt.

Förderprogramme Aus- und Weiterbildung für Güterkraftverkehrsunternehmen

In den Förderprogrammen Aus- und Weiterbildung können betriebliche Ausbildungsverhältnisse zum Berufskraftfahrer/zur Berufskraftfahrerin sowie Weiterbildungsmaßnahmen von Beschäftigten in Form von Lehrgängen, Seminaren und Schulungen gefördert werden.
Seit 2016 sind allerdings Weiterbildungen, zu denen die Beschäftigten gesetzlich verpflichtet sind (z. B. Weiterbildungen nach Berufskraftfahrerqualifikationsgesetz), nicht mehr förderfähig.
Im Förderprogramm Ausbildung können Anträge vom
14. Januar 2021 bis zum 2. November 2021 gestellt werden.
Für Weiterbildungsmaßnahmen können Anträge vom
14. Januar 2021 bis
zum 30. November 2021 gestellt werden.

BAG-Förderprogramm Abbiegeassistenzsysteme

Das Förderprogramm unterstützt Unternehmen bei der Ausrüstung von Kraftfahrzeugen mit Abbiegeassistenzsystemen.
Die Antragstellung ist 2021 vom 21. Januar bis 15. Oktober möglich.
Die Zuwendung beträgt max. 80 % der zuwendungsfähigen Ausgaben, höchstens jedoch 1.500 Euro je Einzelmaßnahme bei maximal 10 möglichen Einzelmaßnahmen pro Jahr.
Förderfähig sind Kraftfahrzeuge mit einer zulässigen Gesamtmasse von mehr als 3,5 Tonnen und Kraftomnibusse mit mehr als neun Sitzplätzen einschließlich Fahrersitzplatz, die im Inland für die Ausübung gewerblicher, freiberuflicher, gemeinnütziger oder öffentlich-rechtlicher Tätigkeit angeschafft und betrieben werden.
Zu beachten ist, dass in Unternehmen die gewerblichen Güterkraftverkehr betreiben, nur Maßnahmen an Fahrzeugen bis 7,5 t zGG gefördert werden.
Für schwere Nutzfahrzeuge ist ggf. eine Förderung über das o. g. De-Minimis-Programm möglich.

Förderprogramm zur Erneuerung der Nutzfahrzeugflotte (ENF)

Durch eine Zuwendung in Form eines finanziellen Zuschusses soll ein Anreiz für den Austausch der Bestandsflotte schwerer Nutzfahrzeuge zugunsten moderner Fahrzeuge mit Elektro- und Wasserstoffantrieb oder mit konventionellem Verbrennungsmotor der Schadstoffklasse Euro VI geschaffen werden. Bezuschusst wird dabei die Verschrottung eines Altfahrzeuges beim Kauf eines entsprechenden Neufahrzeuges.
Die Höhe des Zuschusses beträgt 15.000 Euro im Falle der Verschrottung eines Bestandsfahrzeugs der Schadstoffklasse Euro V oder EEV oder 10.000 Euro im Falle der Verschrottung eines Bestandsfahrzeugs der Schadstoffklasse Euro IV oder schlechter. Der Zuschuss wird pro Neufahrzeug und dem im Zusammenhang mit dessen Erwerb verschrotteten Bestandsfahrzeug nur einmal gezahlt.
Die Frist zur Beantragung dieses Zuschusses endet am 15. April 2021.
Seit Ende März 2021 besteht außerdem im Rahmen der ENF-Richtlinie auch die Möglichkeit einer Förderung der Anschaffung von intelligenter Trailer-Technologie (ITT), deren Einsatz erhebliche Effizienzreserven im Betrieb bietet und damit den Energieverbrauch mindert. Der Zuschuss wird in Höhe von bis zu 5.000 Euro gewährt und beträgt bis zu 60 Prozent des nachgewiesenen Anschaffungspreises der jeweiligen Technologie.
Die Frist zur Beantragung des Zuschusses ITT endet am 15. Juni 2021.
Für alle Förderprogramme erfolgt die Antragstellung elektronisch über das so genannte eService-Portal des BAG. Vor der erstmaligen Antragstellung muss einmalig ein individuelles Konto für jedes antragstellende Unternehmen erstellt werden. Dieses kann dann für alle zukünftigen Anträge genutzt werden.