Anforderungen an das Hotel- und Gaststättengewerbe

  • Zur Kontaktnachverfolgung von Gästen in geschlossenen Räumen sind in Gaststätten die Kontaktdaten zu erfassen. Die Kontaktdaten sind 4 Wochen aufzubewahren, vor Zugriff Dritter zu schützen, den Behörden bei Anforderung vorzuhalten und nach Ablauf der Frist zu vernichten.

    Folgende Daten sind aufzunehmen:
  1. Name und Vorname,
  2. Wohnanschrift oder Telefonnummer,
  3. Datum des Besuchs und
  4. Beginn und Ende der jeweiligen Anwesenheit.
  • Das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung wird in Geschäften mit Publikumsverkehr, somit auch in Gaststätten, verpflichtend.
  • Private Feiern (z. B. Familienfeiern, Geburtstage, Hochzeiten) sind wieder möglich. Ab einer bestimmten Personenzahl (mehr als 50 Personen in geschlossenen Räumen/mehr als 100 Personen unter freiem Himmel) muss die Veranstaltung durch den Veranstalter mindestens 2 Werktage im Voraus beim zuständigen Landkreis/Stadt gemeldet werden. Auch bei privaten Feiern gilt: Der Veranstalter muss geeignete Infektionsschutzvorkehrungen treffen und im Infektionsfall eine Kontaktverfolgung sicherstellen.
Das Thüringer Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie (TMASGFF) hat Handlungsempfehlungen für Hygienevorschriften und Arbeitsschutzmaßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus herausgegeben, die im Unternehmen einzuhalten und umzusetzen sind.
Die Einhaltung dieser definierten Maßnahmen ist die Voraussetzung für die Öffnung des Betriebes.
Grundlegende Hygienestandards:
  • Eine hygienegerechte Ausstattung des Betriebs und Personalhygiene bilden die Grundlage.
  • Mitarbeiter sind über die Infektionsschutzbestimmungen schriftlich zu belehren
  • Abstand von 1,5 Metern zwischen Gästen an unterschiedlichen Tischen
  • keine Selbstbedienung/Buffets, sofern die Hygienemaßnahmen nicht realisiert werden können
  • Speisen und Getränke auf dem Weg zum Gast vor Kontaminierung schützen
  • Einhaltung einer maximal vorab errechneten Personenzahl/Belegungszahl pro Betriebseinheit
  • Einhaltung von mindestens 1,5 Meter Abstand zwischen den einzelnen Gästen und dem Personal unter Nutzung von Barrieren wie z. B. Tabletts, wo dies nicht möglich ist, müssen andere Maßnahmen, wie das Tragen eines Mund-Nase-Schutzes realisiert werden
  • eine Durchdringung von Außengastronomie und Fußgängerverkehr ist zu unterbinden
  • Unterbindung von Ansammlungen von Gästen an der Rezeption (z. B. beim Check-in) und in der in der Lobby (z. B. mit Platzierungssystemen arbeiten)
  • Personen, deren Kontakt untereinander gestattet ist (Familienverband, bis zu zwei Familien) dürfen gemeinsam Hotelzimmer nutzen, sonst gilt die Beschränkung von maximal zwei Personen
  • Bereitstellung von ausreichend Waschgelegenheiten, Flüssigseife, Einmalhandtücher und ggf. Händedesinfektionsmittel
  • zusätzliche regelmäßige Reinigungen der Gästetoiletten
  • Reduzierung von möglichen Schmierinfektionen über Speisekarte, Menagen, Tabletts, Servietten, Stifte, Decken usw.
  • regelmäßiges Reinigen und Desinfizieren möglicher kontaminierter Gegenstände (z. B. Türen, Türgriffe, Arbeitsflächen)
  • Geschirr-Spülvorgänge bei Temperaturen über 60 °C, das gilt auch für Gläser,
  • täglicher Tausch aller Handtücher im Hotelzimmer,
  • Tragen von Mund-Nase-Schutz „Alltagsmasken“, wo andere Schutzvorschriften (z. B. Plexiglasschutzwände) nicht möglich sind und die Abstandsregelung nicht sicher einzuhalten ist, oder auch andere technische Möglichkeiten
    (z. B. Schutzvisiere)
  • Information der Gäste über die Durchführung der Schutzmaßnahmen sowie zu den Hygieneregeln (wie Abstandsgebot, Händereinigung, Einschränkungen bei bestimmten Dienstleistungen, die Nutzungspflicht einer Mund-Nasen-Bedeckung, Zutrittsregelungen bei Symptomen einer Infektion der Atemwege oder Fieber sowie Husten- und Nies-Etikette, Personenzahlbeschränkung beim Lift) z. B.
    durch Aushänge und Informationsgespräche.
Arbeitsschutzmaßnahmen:
  • organisatorische Maßnahmen:
    angepasstes Bestellsystem, Einteilung in feste Teams; gestaffelte Nutzung von Pausenräumen; Festlegungen zum zusätzlichen Lüften der Räumlichkeit; regelmäßige Oberflächenreinigung (Arbeitsflächen, Tische, Türgriffe);
    Mitarbeitern ausreichend Zeit für zusätzliche Arbeitsaufgaben einplanen
  • technische Maßnahmen:
    Einhaltung der Abstandsregelung (mindestens 1,5 Meter), wenn dies nicht möglich ist und die Infektions-Barriere auch nicht durch andere Maßnahmen wie Trennwände sichergestellt ist, ist ein Mund-Nasen-Schutz zu verwenden
  • personenbezogene Maßnahmen:
    Geräte und Werkzeuge
    sind personengebunden einzusetzen bzw. nach dem Einsatz gründlich zu reinigen. Die Bereitstellung von Materialien für Hygienemaßnahmen zur Vermeidung der Infektionen (z. B. Desinfektionsmittel, Seife, Einmalhandtücher, Einmalhandschuhe, PSA) sind sicherzustellen.
  • Schulungen sowie Unterweisungen in die Hygiene-, Abstands-, Kontakt- und Pausenregelungen.
Informationen zum Thema Arbeitsschutz sind auf der Seite der Berufsgenossenschaft BGN zu finden.
Aufbauend auf den genannten Maßnahmen sind für das eigene Unternehmen: