Coronavirus: Informationen und Links

Tagesaktuell die wichtigsten Informationen, Hinweise und Informationsquellen rund um den Coronavirus - für IHK-Mitgliedsunternehmen, Veranstaltungsteilnehmer und Azubis.
Zuletzt aktualisiert am 22.10.

Finanzielle Soforthilfen Land & Bund 

[22.10.] Überbrückungshilfe II – Antragsplattform freigeschaltet

Ab dem 21.10.2020 können über die gemeinsame bundesweit geltende Antragsplattform www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de Anträge auf Überbrückungshilfe II für den Zeitraum von September bis Dezember 2020 gestellt werden. Die Überbrückungshilfe II knüpft an die Überbrückungshilfe I an, die zuvor noch einmal bis zum 9. Oktober verlängert wurde, und unterstützt kleine und mittelständische Unternehmen sowie Soloselbstständige und Freiberufler.
Fortgeführt werden sollen auch die zusätzlichen Hilfen für Thüringer Soloselbständige und Dienstleistungsunternehmen. Geplant ist, die Landeshilfe für Soloselbstständige zwischen September und Dezember 2020 mit je 1.180 Euro pro Monat Zuschuss zu den Lebenshaltungskosten fortzuführen. 
Weitere Informationen inkl. IHK-Vorab-Check

[19.8.] Land legt “Thüringer Zukunftsfonds” auf 

Mit dem “Thüringer Zukunftsfonds (TZF)” unterstützt das Land ab sofort innovative Start-ups und Unternehmen mit guten Wachstumsaussichten, die aufgrund der Corona-Krise in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten sind. 
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[11.8.] 100 Prozent Bürgschaft für Liquiditätskredite

Zur Besicherung von Liquiditätskrediten bietet die Bürgschaftsbank Thüringen (BBT) ab sofort das neue Bürgschaftsprogramm BBT Liqui 100 an. Verbürgt werden Kredite der Hausbank bis 250.000 EUR und einer 100%igen Bürgschaftsübernahme durch die BBT.
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[1.8.] Ausbildungsprämie des Bundes ab sofort möglich

Details und Antrag unter www.arbeitsagentur.de und unter
Weitere Informationen

[4.6.] Koalitionsausschuss des Bundes beschließt umfangreiches Konjunkturpaket

Senkung der Mehrwertsteuer, Überbrückungshilfen für den Mittelstand und Förderung von Zukunftstechnologien: Die Regierungskoalition hat sich auf ein umfangreiches Konjunktur- und Zukunftspaket mit einem Volumen von 130 Milliarden Euro verständigt.
Weitere Informationen auf der Webseite des BMWi

KfW-Sonderprogramm und KfW-Schnellkredit

Zur Überwindung finanzieller Engpässe in Folge der Corona-Krise hat die Förderbank des Bundes, KfW, verschiedene Darlehensprogramme angepasst, die Maßnahmen im KfW-Sonderprogramm zusammengefasst und einen KfW-Schnellkredit aufgelegt.  

Weitere Informationen & Fördermöglichkeiten 

Die Thüringer Aufbaubank (TAB) bietet eine zentrale Internetseite für die Thüringer Wirtschaft zu allen Fragen und Hilfsangeboten des Landes unter aufbaubank.de/corona  & eine Hotline unter 0800 534 676

Sonstige Hilfen & Musterformulare 

Kurzarbeitergeld

Das Kurzarbeitergeld wird flexibler. Unternehmen können es künftig unter erleichterten  Voraussetzungen erhalten. So kann Kurzarbeitergeld unter anderem bereits dann beantragt werden, wenn zehn Prozent der Beschäftigten vom Ausfall betroffen sind.
Mit Beschluss vom 29. April 2020 hat das Bundeskabinett den Entwurf eines Gesetzes zur weiteren Abfederung der sozialen und wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie (Sozialschutzpaket II) festgeschrieben. Demnach soll das Kurzarbeitergeld, gestaffelt nach der Länger der Bezugsdauer, erhöht werden.
Weitere Informationen Kurzarbeitergeld 
Informationen der Bundesagentur für ArbeitLeistungsantrag Kurzarbeitergeld Bundesagentur für Arbeit KUG-Formular – Anzeige über Arbeitsausfall
Hinzuverdienst bei Unterstützung in wichtigen Berufen – vom 1. April bis zum 31. Oktober 2020 tritt folgende Sonderregelung in Kraft: Wer während der Kurzarbeit eine Beschäftigung in einem systemrelevanten Bereich aufnimmt, muss sich das dabei verdiente Entgelt nicht auf das Kurzarbeitergeld anrechnen lassen. Dabei darf das Gesamteinkommen aus noch gezahltem Arbeitseinkommen und dem Kurzarbeitergeld sowie dem Hinzuverdienst das normale Nettoeinkommen nicht übersteigen. Weitere Informationen zur Sonderregelung 

Steuererleichterungen

Das Bundesfinanzministerium hat verschiedene Maßnahmen für durch die Corona-Krise betroffene Unternehmen getroffen.
Weitere Informationen Steuererleichterungen  | Antragsmuster Steuererleichterungen 
[update 6.5.] Die Bundesregierung hat am 6.5. weitere Erleichterungen beschlossen. So soll ab 1. Juli der Mehrwertsteuersatz in der Gastronomie auf 7 Prozent sinken und es sind Steuererleichterungen beim Kurzarbeitergeld vorgesehen. Die Zustimmung von Bundestag und Bundesrat sind noch offen!

Stundung der Sozialversicherungsbeiträge

Ergänzend zu den umfassenden Unterstützungen für Unternehmen und Selbstständige, die derzeit von Bundesregierung, Bundestag und Bundesrat beschlossen werden, ist es unter bestimmten Bedingungen möglich, dass die Beitragszahlungen für die Sozialversicherungen von den gesetzlichen Krankenkassen vorübergehend gestundet werden.
Weitere Informationen des GKV-Spitzenverbandes Muster: Formloser Antrag zur Beitragsstundung 

Entschädigung nach §56 Abs. 1a IfSG

Das Infektionsschutzgesetz (IfSG §56) besagt: Unternehmen erhalten unter bestimmten Voraussetzungen Entschädigungsleistungen für Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen, die ohne selbst krank zu sein infolge notwendiger Kinderbetreuung ausgefallen sind. Gleiches gilt für Selbständige.
Aktuelle Fragen im Zusammenhang mit dem Entschädigungsverfahren für Verdienstausfall infolge notwendiger Kinderbetreuung nach § 56 Abs. 1a IfSG und Anträge können Sie auf der Webseite des Thüringer Landesverwaltungsamtes nachlesen. 

Grundsicherung für Selbständige

Selbstständige, die ihre Grundsicherung nicht aus eigener Kraft schaffen, können aufstockende Leistungen beim Jobcenter beantragen.
 

Bürgschaftsbank Thüringen erhöht Bürgschaftsobergrenzen 

Zur Bewältigung der durch das Corona-Virus ausgelösten wirtschaftlichen Herausforderungen hat die Bürgschaftsbank Thüringen die Bürgschaftsobergrenzen bei ihren Programmen angehoben.
Weitere Informationen zu Bürgschaftsobergrenzen 

Thüringer Konsolidierungsfonds 

Um Thüringer Unternehmen zu unterstützen, welche durch das Corona-Virus wirtschaftlich betroffen sind, wurde die Richtlinie am 13.3.2020 geändert. 
Weitere Informationen zum Konsolidierungsfonds 

Passierschein für Arbeitnehmer 

Für den Fall einer allgemeinen Ausgangssperre benötigen Arbeitnehmer einen sogenannten “Passierschein” als Bescheinigung des Arbeitgebers. 
Muster “Passierschein”

Danke-Bonus für Mitarbeiter

Um Arbeitnehmern für ihre Unterstützung und ihr besonderes Engagement bei der Bewältigung der täglichen Corona-Herausforderungen zu danken, können Arbeitgeber ihren Mitarbeitern als Dankeschön in diesem Jahr einen steuerfreien Bonus von bis zu 1.500 Euro zukommen lassen.
Weitere Informationen zum Bonus

Wichtige Ausnahmeregelungen 

Lockerung im Arbeitszeitrecht 
Samstagsbeschäftigung und Sonn- und Feiertagsausnahmen 

Infos & Regeln für Ostthüringen, Thüringen und das Bundesgebiet 

Linktipp: Informationen über aktuelle Einschränkungen im Bundesgebiet und den Regionen: www.tourismus-wegweiser.de.
Die Landkreise und kreisfreien Städte können weiterhin unter Berücksichtigung regionaler Besonderheiten eigene Regelungen treffen. Unter folgendem Link haben wir diese als zusätzliche Verfügungen in den Ostthüringer Regionen Jena, Gera, Altenburger Land, Landkreis Saalfeld-Rudolstadt, Saale-Holzland-Kreis (SHK), Saale-Orla-Kreis (SOK) und den Landkreis Greizzusammengestellt.
Wichtige Informationen für Thüringen und einen Überblick über die aktuelle Lage bietet das Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie (TMASGFF).
Webseite des TMASGFF
Aktuelle Informationen zum Corona-Virus und Informationen über aktuelle Maßnahmen der Thüringer Landesregierung
corona.thueringen.de (Bulletin der Thüringer Landesregierung) 
Aktuelle Thüringer Rechtsgrundlage (tmasgff.de/covid-19/rechtsgrundlage): Am 30. September ist die Zweite Thüringer Verordnung über grundlegende Infektionsschutzregeln zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 in Kraft getreten. Diese ist bis zum 31. Oktober gültig. Die Vierte Thüringer Verordnung zu Quarantänemaßnahmen für Ein- und Rückreisende zur Bekämpfung des Coronavirus SARS-CoV-2 (Vierte Thüringer Quarantäneverordnung) wurde bis 31. Oktober verlängert.
Einen Überblick zu weiteren ausgewählte Verordnungen finden Sie unter corona.thueringen.de/behoerden/ausgewaehlte-verordnungen
Thüringer Bußgeldkataloge:
Die Verordnung zum Anspruch auf bestimmte Testungen für den Nachweis des Vorliegens einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 vom 8.06.2020 regelt, in welchen Fällen Personen auf eine Corona-Infektion getestet werden müssen. Mit der Änderung dieser Verordnung  zum 1. August 2020 haben nun zusätzlich alle Personen, die sich außerhalb der Bundesrepublik Deutschland aufgehalten haben innerhalb von 72 Stunden nach der Einreise einen Anspruch auf die Durchführung eines kostenlosen Corona-Tests.
Seit 8. August 2020 ist jeder Rückkehrer nach Deutschland, der sich zu einem beliebigen Zeitpunkt in den letzten 14 Tagen vor der Einreise in einem Risikogebiet aufgehalten hat, zu einem Corona-Test verpflichtet. Einzelheiten dazu finden Sie hier
Das Bundesgesundheitsministerium hat Fragen und Antworten zu Corona-Tests bei Einreisen nach Deutschland zusammengestellt.
Die aktuelle Thüringer Verordnung enthält in den §§ 3 und 4 sowohl allgemeine als auch besondere Infektionsschutzregeln und definiert in § 5 den zwingend erforderlichen Mindestinhalt eines Infektionsschutzkonzeptes. Nachfolgend bieten wir Ihnen nützliche Hinweise, Tipps und Infos zum Hygienekonzept – Infektionsschutz von Mitarbeitern und Kunden  – Hinweise und Regeln zu Hygiene und Arbeitsschutz sind auch auf der Internetseite des Gesundheitsministeriums zu finden.

Beratung in der Krise

Eine zentrale Internetseite für die Thüringer Wirtschaft zu allen Fragen rund um Corona bietet die Thüringer Aufbaubank (TAB): www.aufbaubank.de/corona  inklusive Hotline unter der Nummer 0800 534 5676 zu Hilfsangeboten des Landes. 
Um Unternehmen bei einem Ausfall des Chefs vor unnötigem Schaden zu bewahren, bietet die IHK Ostthüringen zu Gera ein Notfallhandbuch an.
Ihr Ansprechpartner in der IHK ist 
Peter Dörfer 
Existenzgründung und Unternehmensförderung 
Tel.: 0365 8553-210 | E-Mail: doerfer@gera.ihk.de
Ihre Ansprechpartnerin bei Fragen zu Vertrags- und Arbeitsrecht 
Sylvia Knöfel 
Sachgebietsleiterin Recht und Steuern
Tel.: 0365 8553-455 | E-Mail: knoefel@gera.ihk.de 

Fragen und Hinweise zum Arbeits- und Vertragsrecht  

[20.8.] Neue Corona-Arbeitsschutzregel 

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) hat die neue SARS-CoV-2 Arbeitsschutzregel zur Veröffentlichung freigegeben, sodass diese in den kommenden Tagen gelten wird.
Weitere Informationen

[20.8.] Corona-Test für Reiserückkehrer

Das Bundesministerium für Gesundheit hat mit Verordnung vom 6. August 2020 eine Testpflicht auf das Coronavirus SARS-CoV-2 (COVID 19) für Reiserückkehrer aus Risikogebieten eingeführt, welche seit dem 7. August 2020 gilt.
Weitere Informationen

Wichtige Fragen von Unternehmen – weiterführende Links

1. Was ist, wenn ich meinen Betrieb wegen Verdachtsfällen schließen muss?
Solange es keinen nachgewiesenen Fall im Unternehmen gibt, besteht kein Grund, das Unternehmen vorsorglich zu schließen oder die Mitarbeiter nach Hause zu schicken. Die Mitarbeiter sind auch nicht berechtigt, aus Angst oder rein vorsorglich von der Arbeit fern zu bleiben. Treten bei einem Mitarbeiter der in einem Risikogebiet war Symptome auf, ist der Hausarzt telefonisch zur weiteren Abklärung zu kontaktieren. Bei Kontakt mit einer (nachgewiesen) infizierten Person, ist das zuständige Gesundheitsamt zu informieren.

2. Welche Arbeitnehmer können die Notbetreuung für ihre Kinder in Schulen und Kindergärten in Anspruch nehmen?
Die Notbetreuung wurde seit dem 27. April 2020 im Einklang mit der schrittweisen Lockerung der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie und in Übereinstimmung mit den gesundheitsschützenden Vorgaben für die Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts in den Schulen sowie der Kindertagesbetreuung schrittweise für bestimmte Bedarfs- und Berufsgruppen erweitert. Folgende Kinder bis zur Jahrgangsstufe 6 dürfen nunmehr an der Notbetreuung in Schulen, Kindertageseinrichtungen und bei Kindertagespersonen teilnehmen:
Gruppe A+
Kinder, bei denen ein Elternteil unmittelbar mit der Versorgung von kranken oder pflegebedürftigen Personen betraut ist oder Kinder von erwerbstätigen Alleinerziehenden;
Gruppe A




Kinder von Eltern, die im medizinischen, pflegerischen Bereich oder in Bereichen mit Verantwortung für die öffentliche Sicherheit arbeiten, wenn auch der 2. Elternteil zur Notbetreuung berechtigt ist;
Dazu zählen u.a.  Arztpraxen, Krankenhäuser, Testlabore, Krankentransporte, Apotheken, Gesundheitsämter, Alten- oder Pflegeheime, ambulante Pflegedienste, Betreuung von Menschen mit Behinderungen, stationäre Kinder- und Jugendhilfe und die Herstellung und Verteilung medizinischer oder pflegerischer Produkte, Polizei, Feuerwehr, freiwillige Feuerwehr während der Bereitschaftszeiten, der Katastrophenschutz und Justizvollzugsanstalten.
Gruppe B













Kinder von Eltern, die in der sog. kritischen Infrastruktur arbeiten und dort unabkömmlich sind, wenn auch der 2. Elternteil zur Notbetreuung berechtigt ist;
Kinder von Eltern, die als pädagogisches Personal in Schulen oder Kindertageseinrichtungen arbeiten und dort in der Präsenzbeschulung oder Notbetreuung eingesetzt sind, wenn auch der 2. Elternteil zur Notbetreuung berechtigt ist;
Kinder von Schülerinnen, Schülern, Auszubildenden oder Studierenden sowie Anwärterinnen und Anwärtern, die wieder am Präsenzunterricht teilnehmen. Auch hier ist die Voraussetzung, dass auch der 2. Elternteil zur Notbetreuung berechtigt ist.
Zur kritischen Infrastruktur zählen die Wasserversorgung, Energieversorgung (Strom, Gas), Entsorgungswirtschaft, Kommunikation (einschließlich Post, digitale Infrastruktur), Journalisten in der tagespolitischen Berichterstattung, Personenverkehr (Schiene und Straße, Autobahnen, Flugverkehr), Grundversorgung mit Lebensmitteln (Produktion einschließlich Land- und Viehwirtschaft, Verkauf und Logistik), Reinigungspersonal, Gerichte und Staatsanwaltschaften, das für Kinderschutz zuständige Personal in den Jugendämtern, kassenärztliche Vereinigung und der Landesärztekammer, Bundesagentur für Arbeit, Jobcenter, Sozialämter, Thüringer Aufbaubank− pädagogisches Personal der Schulen und Kindertageseinrichtungen. Eine Notbetreuung wird nur gewährleistet für die Kinder von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die für die Aufrechterhaltung des Betriebes unersetzbar sind. Diese Betriebsnotwendigkeit kann sich etwa aus Notfallplänen ergeben oder daraus, dass einzelne Personen über Spezialkenntnisse verfügen oder besondere Aufgaben wahrnehmen müssen.
Gruppe C   
Kinder, deren Betreuung aus Gründen des Kinderschutzes angezeigt ist.
Über die Aufnahme in die Notbetreuung entscheidet die Leitung der Schule oder Kindertageseinrichtung bzw. die Kindertagespflegeperson. Wie Eltern erforderliche Nachweise erbringen können und wie das jeweilige Verfahrensweise abläuft, können Sie im Erlass des Thüringer Bildungsministeriums vom 25. März 2020 nachlesen.

3. Wer hat einen Entschädigungsanspruch für Verdienstausfall wegen notwendiger Kinderbetreuung und welche Voraussetzungen sind zu erfüllen?
Der Anspruch steht grundsätzlich Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern zu, die wegen der Schul- oder Kitaschließung im Zuge der Corona Krise und der dadurch notwendig gewordenen
Kinderbetreuung nicht arbeiten können. Der Anspruch kann ab dem 30. März 2020 geltend gemacht werden. Den Antrag stellt der Arbeitgeber. Dieser muss den Lohn für längstens sechs Wochen fortzahlen und in Vorleistung gehen. Auf Antrag erhält der Arbeitgeber dann die ausgezahlten Beträge vom Thüringer Landesverwaltungsamt erstattet. Auch Selbständige haben einen Anspruch.
Keinen Anspruch haben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die
  • Kurzarbeitergeld erhalten oder
  • im Home-Office arbeiten oder
  • andere Möglichkeiten haben, ihrer Arbeit „vorübergehend bezahlt fernzubleiben".
Dies ist zum Beispiel gegeben durch
  • den Abbau von Zeitguthaben oder
  • bezahlte Freistellung (nach § 616 BGB) oder
  • wenn aus anderen Gründen bezahlt freigestellt wird
Weitere Einzelheiten und Hinweise zum Ablauf des Entschädigungsverfahren für Verdienstausfall können Sie auf der Webseite des Thüringer Landesverwaltungsamtes nachlesen.
Für telefonische Auskünfte zum Entschädigungsverfahren nutzen Sie bitte das Servicetelefon des Thüringer Landesverwaltungsamtes unter 0361 – 57 332 1469 (Montag bis Freitag von 9 bis 12 Uhr). Für Anfragen per E-Mail (keine Anträge!) können Sie folgende Adresse nutzen: coronaentschaedigung@tlvwa.thueringen.de

4. Was ist, wenn das ganze Unternehmen aufgrund einer Entscheidung der Geschäftsführung oder einer behördlichen Anordnung geschlossen wird?
Entscheidet der Arbeitgeber, das Unternehmen zum Schutz der übrigen Mitarbeiter zu schließen, so behalten die Arbeitnehmer weiterhin ihren Lohnanspruch. Der Arbeitsausfall durch eine behördliche Betriebsschließung mit dem Ziel des Infektionsschutzes ist ebenfalls ein Fall des Betriebsrisikos, das dem Arbeitgeber zugewiesen wird. Auch wenn der Arbeitgeber also keinerlei Einfluss auf das Geschehen hat, muss er seine Arbeitnehmer auch während dieses Arbeitsausfalls bezahlen. Die ausgefallene Arbeitszeit muss nicht nachgearbeitet werden.
Alternativen dazu sind Homeoffice – soweit rechtlich und technisch möglich – und das „Abbummeln“ von Überstunden.
Weitere Hinweise und Informationen dazu können Sie auf der Seite des Thüringer Landesverwaltungsamtes nachlesen. 

5. Was ist, wenn Lieferungen ausbleiben oder Ware nicht mehr versendet werden kann und Arbeitnehmer aufgrund dessen nicht mehr beschäftigt werden können?

Der Arbeitgeber trägt auch hier das Betriebsrisiko. Er muss seinen Arbeitnehmern auch dann die vereinbarte Vergütung zahlen, wenn er deren Arbeitsleistung aufgrund von Unterbrechungen der Lieferkette nicht einsetzen kann. Voraussetzung ist stets, dass der Arbeitnehmer zur Arbeitsleistung bereit und in der Lage wäre. In einem solchen Fall besteht grundsätzlich die Möglichkeit Kurzarbeit zu beantragen. Zunächst muss ein Betrieb aber alle anderen Möglichkeiten ausschöpfen, um Kurzarbeit zu vermeiden (z.B. Urlaub, Überstundenabbau, Homeoffice, etc.).

6. Wer haftet, wenn Verträge nicht erfüllt werden können?
Epidemien oder sonstige Ausbrüche von Krankheiten und Seuchen können grundsätzlich einen Fall „höherer Gewalt“ darstellen, wie ihn sog. Force Majeure - Klauseln in vielen Lieferverträgen vorsehen. Tritt ein solches Ereignis höherer Gewalt ein, wird die dadurch betroffene Vertragspartei zeitweise oder sogar dauerhaft von ihrer vertraglichen Leistungspflicht frei, grundsätzlich ohne zum Schadensersatz verpflichtet zu sein. Die Erfüllung der vertraglichen Verpflichtung muss dabei durch die Folgen der höheren Gewalt unmöglich geworden sein. Bloße Schwierigkeiten genügen nicht. Mitunter besteht eine Anzeigepflicht beim Vertragspartner. Erfolgt die Anzeige nicht oder verspätet, droht das Risiko, dass sich der Lieferant nicht mehr auf höhere Gewalt berufen kann.
Vertragsparteien können aber auch abweichende Regelungen getroffen haben. Jeder Fall und jeder Vertrag muss daher individuell geprüft und bewertet werden. Unternehmer sollten daher zunächst ihre Lieferverträge und AGB nach Klauseln zu Lieferterminen, Folgen einer verspäteten Lieferung und Vertragsstraferegelungen prüfen.

7. Was ist, wenn Events, Veranstaltungen oder Messen aufgrund behördlicher Verfügung untersagt wurden?
Der Veranstalter kann und muss seinen Vertrag wegen Unmöglichkeit der Leistung nicht mehr erfüllen. Er verliert dabei aber auch seinen Anspruch auf Vergütung. Schadenersatz gegenüber seinen Vertragspartnern, wie z.B. den Ausstellern und Caterern muss er hingegen grundsätzlich nicht leisten, da ihm kein schuldhaftes Handeln vorgeworfen werden kann.
Weitere Fragen zum Arbeits- und Vertragsrecht beantwortet
Sylvia Knöfel 
Sachgebietsleiterin Recht und Steuern
Tel.: 0365 8553-455 | E-Mail: knoefel@gera.ihk.de 

Zoll und Außenwirtschaft

Außenwirtschaftsdokumente von der IHK
Für Außenwirtschaftsdokumente werden aktuell nur elektronische und postalische Anträge bearbeitet! Siehe: Zoll und Außenwirtschaft

Informationen zu Zoll und Außenwirtschaft 


Checklisten und FAQs

Fragen und Antworten rund um das Coronavirus
Der DIHK hat Fragen und Antworten deutscher Unternehmen in einer Liste zusammengetragen.
Wie stelle ich einen betrieblichen Pandemieplan auf? Wo gibt es aktuelle Infos? Ein Mitarbeiter ist infiziert – was tun? Wie kann mein Unternehmen die Krise überleben? Wie bekomme ich Ersatz für Ausfälle? Hilfreiche Links und Tipps für Unternehmen haben wir in einer FAQ-Liste zusammengestellt.
Webseite des DIHK

Betriebliche Pandemieplanung 
Hilfreiche Informationen für Unternehmen von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGVU). 
Handbuch zur betrieblichen Pandemieplanung 
10 Tipps zur betrieblichen Pandemieplanung 

Wichtige Informationsquellen

Bundeswirtschaftsministerium 

Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) stellt auf seiner Webseite wichtige Informationen und Nummern von Infohotlines zur Verfügung. Daneben erfolgt eine regelmäßige Analyse, insbesondere die Auswirkungen auf die Lieferketten und die Produktion in Deutschland, aber auch die Beeinträchtigungen im Handel und im Tourismus. 
Informationen zu den Auswirkungen des Coronavirus

Robert-Koch-Institut (RKI)

Auch das deutsche Robert Koch-Institut stellt auf seiner Webseite wichtige Informationen zum Ausbruch des Coronavirus, seiner Verbreitung, Prävention und zum Reiseverkehr zur Verfügung. 
Themenbereich des RKI mit einer FAQ-Liste