Wenn der Chef plötzlich ausfällt

IHK-Ostthüringen hilft mit Notfallhandbuch für Unternehmer
60 Prozent der Ostthüringer Unternehmer verfügen laut einer aktuellen IHK-Analyse nicht über einen „Notfallplan“. 2017 waren es über 70 Prozent. „Obwohl immer noch viele Unternehmer auf den plötzlichen Ausfall der Unternehmensführung nicht angemessen vorbereitet sind, steigt das Bewusstsein für Vorsorge. Insbesondere die Jüngeren sehen aber immer noch zu wenig Handlungsbedarf aufgrund ihrer Lebenssituation und riskieren damit, das Unternehmen in existenzielle Schwierigkeiten zu bringen“, so Peter Dörfer, Experte für Unternehmensnachfolge in der IHK Ostthüringen.
Das Risiko ist aber keine Frage des Alters. „Plötzliche Erkrankungen, Unfälle bis hin zum Tod des Firmeninhabers passieren meist aus heiterem Himmel und können alle Altersgruppen treffen“, erklärt Peter Dörfer. Er rät, am besten schon mit der Gründung zu regeln, wie es im Notfall weitergeht.
Die IHK Ostthüringen bietet dafür Unternehmen online ein kostenfreies Notfall-Handbuch an. Es ist Anregung, Orientierung und Werkzeug zugleich, um die wichtigsten Regelungen konkret umzusetzen. Es lotst den Inhaber Schritt für Schritt durch den Planungsprozess und stellt sicher, dass nichts Wichtiges in Vergessenheit gerät.
„Um den Betrieb vor unnötigem Schaden zu bewahren, sollte jeder einen ‚Notfallkoffer‘ haben, der zum Beispiel mit Vollmachten, Vertretungsplan und einer Dokumentenmappe mit Bankverbindungen, Passwörtern und einem Testament gepackt ist“, betont Peter Dörfer.
Das Notfall-Handbuch gibt es unter www.gera.ihk.de/unternehmensnachfolge. Weitere Informationen in der IHK bei Peter Dörfer (Tel. 0365 8553-210, E-Mail doerfer@gera.ihk.de).
19.02.2020, ba