Verhaltener Optimismus bei Jenas Wirtschaft

Konjunkturumfrage der IHK Ostthüringen zeigt: Handelskonflikte verunsichern Exportwirtschaft
Die Wirtschaftslage in der Lichtstadt ist zum Jahreswechsel 2019/20 auf hohem Niveau stabil. Nach wie vor jedes zweite Jenaer Unternehmen meldet gute Geschäfte, dagegen äußern sich nur acht Prozent bei der Konjunkturumfrage der IHK Ostthüringen zum Jahreswechsel 2019/20 unzufrieden. 39 Prozent der befragten Betriebe registrieren ein Auftragsplus im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, weitere 39 Prozent können ein konstantes Volumen an Bestellungen vorweisen. 
Mit Blick auf die kommenden Monate sind die Jenaer Unternehmen wieder zuversichtlicher als zuletzt im Herbst 2019: 27 Prozent (plus neun) rechnen mit einer besseren, 54 Prozent mit einer gleichbleibenden Geschäftsentwicklung. Die größten Konjunkturrisiken bergen aus Sicht der Jenaer Unternehmen die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen. „Bürokratie, Steuern und Digitalisierung – am heimischen Standort gibt es Aufholbedarf. Daneben verunsichern die globalen Handelskonflikte weiter die exportorientierten Betriebe. So ist die Auslandsnachfrage für jedes fünfte Jenaer Unternehmen eines der Top-Geschäftsrisiken“, erklärt Almut Weinert, Leiterin Wirtschaft und Technologie in der IHK Ostthüringen zu Gera.
Im Ostthüringer Vergleich bleibt die Nachfrage nach Personal in Jena am höchsten: Ein Viertel der Unternehmen wird in den nächsten Monaten zusätzliche Mitarbeiter einstellen. Einen Personalabbau erwägt hingegen nur jedes zehnte Jenaer Unternehmen.
13.02.2020, ba