Coronavirus: Fast jedes zweite Ostthüringer Unternehmen rechnet mit Umsatzrückgängen

IHK: Schnelle, unbürokratische Unterstützungsmaßnahmen gefordert
Die Ostthüringer Wirtschaft spürt die ersten Folgen des Coronavirus. Einer Blitzumfrage der IHK Ostthüringen zufolge registrieren schon jetzt etwa die Hälfte der Unternehmen Auswirkungen auf ihre Geschäfte. Jeder zweite Umfrageteilnehmer erwartet zudem Umsatzrückgänge durch das Virus. Ein Drittel rechnet sogar mit erheblichen Einbußen von mehr als zehn Prozent. Für 28 Prozent der Unternehmen sind die Folgen der Virusverbreitung aktuell noch nicht abschätzbar. 23 Prozent der Betriebe gehen hingegen von keinerlei negativen Auswirkungen aus. 
Risiken für die Geschäftstätigkeit sehen die Unternehmen insbesondere durch einen Rückgang der Nachfrage durch Krankheitsausfälle sowie die Absage von Messen und Veranstaltungen. Jedes fünfte Unternehmen befürchtet zudem fehlende Waren und Dienstleistungen, wobei Lieferschwierigkeiten vor allem aus China erwartet werden.
„Von der Politik erwarten die Unternehmen jetzt einfache, schnelle und unbürokratische Sofortmaßnahmen. Finanzielle Überbrückungshilfen können helfen, die Liquidität betroffener Unternehmen zu sichern. Dazu zählen ein ausgeweitetes Kurzarbeitergeld sowie Betriebsmittelkredite und Bürgschaften. Wichtig sind den Unternehmen auch Steuererleichterungen, beispielsweise degressive Abschreibungen“, so Almut Weinert, Leiterin des Geschäftsbereichs Wirtschaft und Technologie in der IHK Ostthüringen.
10.03.2020, ba