Erleichterungen für Kurzarbeitergeld

Bundestag und Bundesrat haben am 13.03.2020 im parlamentarischen Eilverfahren das Gesetz zur befristeten krisenbedingten Verbesserung der Regelungen für das Kurzarbeitergeld beschlossen. Die neuen Regelungen für das Kurzarbeitergeld gelten rückwirkend ab 1. März 2020. 

Erleichterungen zum Bezug von Kurzarbeitergeld

Die neuen Regelungen zum Kurzarbeitergeld betreffen im Einzelnen:
  • Anspruch auf Kurzarbeitergeld besteht nun bereits, wenn mindestens 10 Prozent der Beschäftigten einen Arbeitsentgeltausfall von mehr als 10 Prozent haben.
  • Anfallende Sozialversicherungsbeiträge für ausgefallene Arbeitsstunden werden nun zu 100 Prozent erstattet.
  • Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmer können ebenfalls in Kurzarbeit gehen und haben Anspruch auf Kurzarbeitergeld
  • Auf den Aufbau negativer Arbeitszeitsalden kann verzichtet werden.
Die sonstigen Anforderungen zur Inanspruchnahme von Kurzarbeitergeld bleiben bestehen.

Umfang des Kurzarbeitergeldes

Gleichbleibend übernimmt die Bundesagentur für Beschäftigte in Kurzarbeit grundsätzlich 60 Prozent des pauschalierten Netto-Entgelts. Lebt mindestens ein Kind mit im Haushalt, beträgt das Kurzarbeitergeld 67 Prozent des ausgefallenen pauschalierten Nettoentgelts. Die maximale gesetzliche Bezugsdauer beträgt 12 Monate.

Weitergehende Informationen der Bundesagentur für Arbeit

Die Agentur für Arbeit fasst in einem Merkblatt allgemeine Informationen zum Kurzarbeitergeld zusammen. Weiterführende aktuelle Informationen und Formulare für Unternehmen sind bei der Bundesagentur für Arbeit abrufbar.