Vereinbarung zur Corona-Prämie

Die Finanzverwaltung hat Unternehmen mit Einführung des  § 3 Nr. 11a EStG durch das Corona-Steuerhilfegesetz ermöglicht, in der Zeit vom 1. März 2020 bis zum 31. März 2022 auf Grund der Corona-Krise Mitarbeitern auf rechtlicher Grundlage Sonderzahlung bis 1.500 Euro in Form von Zuschüssen und Sachbezügen steuer- und damit beitragsfrei zu gewähren. Zuletzt  wurde durch das Abzugsteuerentlastungsmodernisierungsgesetz (AbzStEntModG) die Frist der möglichen Zahlung an den Arbeitnehmer auf den 31. März 2022 verlängert. Die Beihilfe oder Unterstützung kann insgesamt nur einmal innerhalb dieses Zeitraums gewährt werden.

Voraussetzungen der Corona-Prämie

Das Bundesfinanzministerium (BMF) hat aktuell den FAQ-Katalog Corona-Steuern mit Stand 6. Juli 2021 aktualisiert. Anpassungen gab es unter anderem bezüglich des steuerfreien Corona-Zuschusses nach § 3 Nr. 11a EStG in Höhe von 1500 Euro.
Voraussetzungen der steuerfreien Corona-Prämie sind grundsätzlich:
  • Sonderleistungen, die Beschäftigten nach dem 1. März 2020 bis zum 31. März 2022 ausgezahlt werden
  • Sonderleistungen müssen zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn geleistet werden. Die Entgeltumwandlung oder eine Anrechnung der Sonderleistung auf den Arbeitslohn sind daher ausgeschlossen
  • Die Sonderleistungen sind im Lohnkonto aufzuzeichnen, sodass sie für den Lohnsteuer-Außenprüfer als solche erkennbar sind und die Rechtsgrundlage für die Zahlung bei Bedarf geprüft werden kann
  • Eine Vereinbarung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer aus der erkennbar ist, dass es sich um steuerfreie Beihilfen und Unterstützungen zur Abmilderung der zusätzlichen Belastung durch die Corona-Krise handelt
  • Der Betrag von insgesamt bis zu 1.500 Euro kann pro Dienstverhältnis und pro Arbeitgeber ausgeschöpft werden. Mehrere Dienstverhältnisse zu einem Arbeitgeber fallen nicht hierunter

Anforderungen an „Vereinbarung“ klargestellt

Im nun aktualisierten FAQ-Katalog Corona-Steuern (Seite 24) stellt das BMF die bisherige Unsicherheit in Bezug auf die Anforderungen an die erforderliche „Vereinbarung“ klar:
„Der Zusammenhang der Beihilfen und Unterstützungen mit der Corona-Krise kann sich aus einzelvertraglichen Vereinbarungen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer, aus ähnlichen Vereinbarungen oder aus Erklärungen des Arbeitgebers ergeben Ähnliche Vereinbarungen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer können zum Beispiel Tarifverträge oder gesonderte Betriebsvereinbarungen sein. Als Erklärungen des Arbeitgebers werden zum Beispiel individuelle Lohnabrechnungen oder Überweisungsbelege anerkannt, in denen die Corona-Sonderzahlungen als solche ausgewiesen sind.“