Digitalpaket: One-Stop-Shop

Das Mehrwertsteuer-Digitalpaket bringt mit Wirkung zum 1. Juli 2021 erhebliche Änderungen für den Versandhandel. Teilweise sind Regelungen des Digitalpakets bereits zum 1. April 2021 in Kraft getreten. Das betrifft unter anderem das Verfahren der nun erweiterten „einzigen Anlaufstelle“, den sogenannten One-Stop-Shop (kurz: „OSS“). Seit dem 1. April 2021 können die betroffenen Unternehmen ihre Teilnahme an den besonderen Besteuerungsverfahren der One-Stop-Shops (OSS) nach
  • § 18 i UStG für nicht im Gemeinschaftsgebiet ansässige Unternehmen
  • § 18 j UStG für EU-ansässige und inländische Unternehmen
  • § 18 k UStG für Fernverkäufe von aus dem Drittlandsgebiet eingeführten Waren, im Wege des sogenannten Import-One-Stop-Shop (kurz: IOSS)  
Umsätze, die in den Anwendungsbereich der Sonderregelung fallen und nach dem 30. Juni 2021 erbracht werden, können von registrierten Unternehmern im Rahmen der Sonderregelung erstmals für den Besteuerungszeitraum des 3. Quartals 2021 erklärt werden.
Aktuell greift die Finanzverwaltung die Änderungen durch das Digitalpaket in einem BMF-Schreiben vom 1. April 2021 auf und nimmt umfangreiche Änderungen im Umsatzsteueranwendungserlass (UStAE) vor.