Corona-Prämie

Die Finanzverwaltung hat Arbeitgebern mit Einführung des  § 3 Nr. 11a EStG durch das Corona-Steuerhilfegesetz ermöglicht, Ihren Mitarbeitern auf rechtlicher Grundlage Sonderzahlung bis 1.500 Euro in Form von Zuschüssen und Sachbezügen steuer- und damit beitragsfrei zu gewähren. Die Finanzverwaltung hat zuletzt mit Schreiben vom 26.10.2020 weitere Einzelheiten zu den Voraussetzungen der Steuerfreiheit erläutert. Mit dem am 21.12.2020 beschlossenen Jahressteuergesetz 2020 wurde die Frist zur Auszahlung der Prämie inzwischen auf den 30. Juni 2021 verlängert.
Die nunmehr beschlossene Verlängerung der Auszahlungsfrist führt allerdings nicht dazu, dass eine Corona-Beihilfe im ersten Halbjahr 2021 nochmals in Höhe von 1.500 Euro steuerfrei bezahlt werden kann. Lediglich der Zeitraum für die Gewährung wird ausgedehnt.
Voraussetzungen der steuerfreien Corona-Prämie sind grundsätzlich:
  • Sonderleistungen, die Beschäftigten nach dem 1. März 2020 bis zum 30. Juni 2021 ausgezahlt werden
  • Sonderleistungen müssen zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn geleistet werden. Die Entgeltumwandlung oder eine Anrechnung der Sonderleistung auf den Arbeitslohn sind daher ausgeschlossen
  • Die Sonderleistungen sind im Lohnkonto aufzuzeichnen, sodass sie für den Lohnsteuer-Außenprüfer als solche erkennbar sind und die Rechtsgrundlage für die Zahlung bei Bedarf geprüft werden kann
  • Der Betrag von insgesamt bis zu 1.500 Euro kann pro Dienstverhältnis und pro Arbeitgeber ausgeschöpft werden. Mehrere Dienstverhältnisse zu einem Arbeitgeber fallen nicht hierunter
Das Bundesfinanzministerium stellt weitere Informationen zu Corona-Sonderleistungen im umfangreichen FAQ Corona (Steuern) zur Verfügung.