Brexit - Vorsteuervergütung

Der Austritt Großbritanniens aus der EU hat auch unmittelbare Folgen für das Vorsteuer-Vergütungsverfahren.
Durch das Vorsteuervergütungsverfahren wird es einem Unternehmer ermöglicht, sich die von einem Unternehmer in einem anderen Staat in Rechnung gestellte Vorsteuer erstatten zu lassen, auch wenn er im anderen Staat nicht für Zwecke der Umsatzsteuer registriert ist. Entsprechende Auswirkungen ergeben sich damit auch für deutsche Unternehmen, welche künftig britische Vorsteuerbeträge in Großbritannien bei der hierfür zuständigen HM Revenue & Customs (HMRC) geltend machen müssen.
In diesem Zusammenhang weist das BZSt aktuell auf die Vereinbarung zwischen der EU und Großbritannien und die hierin enthaltene Übergangsfrist hin.
Demnach gelten die Regelungen der Richtlinie 2008/9/EG über die Erstattung der Mehrwertsteuer für Vorsteuer-Vergütungsanträge aus und nach Großbritannien bis zum 31. Dezember 2020 unverändert weiter. Anträge für Vergütungszeiträume des Jahres 2020 können daher bis zum 31. März 2021 wie bisher gestellt werden.
Über neue Bestimmungen für Anträge nach dem 31. März 2021 wird das BZSt informieren. Einzelheiten hierzu hat das BZSt noch nicht bekanntgegeben.