Corona-Prämie bis 2022

Mit Einführung des § 3 Nr. 11a EStG durch das Corona-Steuerhilfegesetz im vergangenen Jahr, konnten Arbeitgeber Ihren Mitarbeitern auf rechtlicher Grundlage Sonderzahlung bis 1.500 Euro in Form von Zuschüssen und Sachbezügen steuer- und damit beitragsfrei gewähren. Der Bundestag hat am 5. Mai 2021 das Gesetz zur Modernisierung der Entlastung von Abzugsteuern und der Bescheinigung von Kapitalertragsteuer (AbzStEntModG) beschlossen. Eine der Gesetzesänderung davon betrifft die bisherige Auszahlungsfrist dieser Corona-Sonderzahlungen an Arbeitnehmer. Die Frist zur Auszahlung der Prämie wird nochmals verlängert und endet nunmehr zum 31. März 2022.
Die beschlossene, weitere Verlängerung der Auszahlungsfrist führt allerdings nicht dazu, dass eine Corona-Beihilfe im ersten Halbjahr 2021 nochmals in Höhe von 1.500 Euro steuerfrei bezahlt werden kann. Lediglich der Zeitraum für die Gewährung wird ausgedehnt.

Voraussetzungen der steuerfreien Corona-Prämie sind grundsätzlich:

  • Sonderleistungen, die Beschäftigten nach dem 1. März 2020 bis zum 31. März 2022 ausgezahlt werden
  • Sonderleistungen müssen zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn geleistet werden. Die Entgeltumwandlung oder eine Anrechnung der Sonderleistung auf den Arbeitslohn sind daher ausgeschlossen
  • Die Sonderleistungen sind im Lohnkonto aufzuzeichnen, sodass sie für den Lohnsteuer-Außenprüfer als solche erkennbar sind und die Rechtsgrundlage für die Zahlung bei Bedarf geprüft werden kann
  • Der Betrag von insgesamt bis zu 1.500 Euro kann pro Dienstverhältnis und pro Arbeitgeber ausgeschöpft werden. Mehrere Dienstverhältnisse zu einem Arbeitgeber fallen nicht hierunter
Das Bundesfinanzministerium stellt weitere Informationen zu Corona-Sonderleistungen im umfangreichen FAQ Corona (Steuern) zur Verfügung.