Infektionsschutzkonzept

Die Thüringer Verordnung zur Regelung infektionsschutzrechtlicher Maßnahmen fordert, dass öffentlich zugängliche Veranstaltungen, Angebote und Einrichtungen mit Publikumsverkehr, Betriebe und Geschäfte ein Infektionsschutzkonzept erstellen.
Für das eigene Unternehmen müssen demnach vorliegen:
  • ein Infektionsschutzkonzept (Hygienekonzept bzw. Pandemie-Maßnahmenkonzept)
  • sowie eine angepasste Gefährdungsbeurteilung (Arbeitsschutzmaßnahmen)
Infektionsschutzkonzept:
§ 5 der Verordnung schreibt vor, ein schriftliches Infektionsschutzkonzept zu erstellen und im Unternehmen umzusetzen. Muster Infektionsschutzkonzept
Das Konzept muss Folgendes enthalten:
1.
Angaben zur verantwortlichen Person (Inhaber, Geschäftsführer, Leiter, Vorstand oder eine andere verantwortliche Person)
2.
Angaben zur genutzten Raumgröße in Gebäuden
3.
Angaben zu begehbaren Grundstücksflächen unter freiem Himmel
4.
Angaben zur raumlufttechnischen Ausstattung,
5.
Maßnahmen zur regelmäßigen Be- und Entlüftung,
6.
Maßnahmen zur weitgehenden Gewährleistung des Mindestabstands von 1,50 m zu anderen Personen,
7.
Maßnahmen zur angemessenen Beschränkung des Publikumsverkehrs,
8.
Maßnahmen zur Einhaltung der Infektionsschutzregeln:
  • ein verstärktes Reinigungs und Desinfektionsregime
  • Abstandsmarkierungen in Zugangs-, Abgangs- und Wartebereichen
  • Unterbinden von Warteschlangen und Gruppenbildungen
  • Steuerung und Begrenzung des Zu- und Abgangs bei kleinen Räumlichkeiten
  • Anbringung von Warnhinweisen, Wegweisern, Bodenmarkierungen
  • Ausschluss von Personen mit Symptomen einer COVOD19-Erkrankung
  • ausreichende Belüftung der Räumlichkeiten
  • aktive Kundeninformationen zu den Schutzmaßnahmen und deren Einhaltung durch sichtbare Aushänge und Durchsagen zu Händehygiene, Abstand halten, Husten-Niesetikette, Mund-Nasen-Bedeckung
  • Verwendung einer Mund-Nasen-Bedeckung
9.
Maßnahmen zur Sicherstellung des spezifischen Schutzes der Arbeitnehmer im Ergebnis der Gefährdungsbeurteilung nach § 5 des Arbeitsschutzgesetzes.
10.
Mitarbeiterschulungen zur Einhaltung der Hygienevorschriften sowie der Arbeitsschutzmaßnahmen
11.
Soweit vorgeschrieben: Maßnahmen zur Durchführung von Antigenschnelltests oder Selbsttests unter Aufsicht einer verantwortlichen Person (Veranstalter, Leiter, Betriebsinhaber, Geschäftsführer, Vorstand oder eine andere verantwortliche Person)
12.
Angaben zum Erfordernis der Verwendung einer qualifizierten Gesichtsmaske
Branchenregelung:
Darüber hinaus gelten branchenspezifische Regelungen zu den Hygienevorschriften sowie zum Arbeitsschutz für das Hotel- und Gaststättengewerbe, den Einzelhandel und für Veranstaltungen. Diese sind zusätzlich im Infektionsschutzkonzept mit einzubinden und umzusetzen.
Die Mitarbeiter sind regelmäßig in Bezug auf die Einhaltung der Hygienevorschriften sowie der Arbeitsschutzmaßnahmen zu schulen. Die Schulungen sind zu dokumentieren.
Gefährdungsbeurteilung:
Alle Informationen zum Thema Arbeitsschutz sind auch auf den Seiten der zuständigen Berufsgenossenschaft zu finden.