Thüringer Rohwassereigenkontrollverordnung

Umfrage zum Entwurf

Das Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz (TMUEN) hat einen Verordnungsentwurf zur Verbändeanhörung vorgelegt. Daran wollen wir uns beteiligen und bitten um Ihre Unterstützung.
Mit der Thüringer Rohwassereigenkontrollverordnung (ThürRohwEKVO) werden zum einen Träger der öffentlichen Wasserversorgung verpflichtet, dass aus dem Grund- und Oberflächenwasser gewonnene Wasser auf bestimmte Parameter zu untersuchen. Darüber hinaus gilt für andere Gewässerbenutzer die Verpflichtung zur Messung der aus dem Grundwasser und den oberirdischen Gewässern entnommenen Wassermenge.
Ziel der Verordnung ist, das bestehende landesweite Messnetz durch weitere Angaben von Gewässerbenutzern zu ergänzen.
Den Verordnungsentwurf finden Sie unter “Weitere Informationen”.
Um uns gegenüber dem TMUEN im Sinne der Thüringer Wirtschaft zu äußern, bitten wir Sie um Teilnahme an unserer Umfrage. Ihre Antworten sowie alle weiteren Hinweise zum Verordnungsentwurf nehmen wir gern bis zum 10. Mai 2021 entgegen.
Zum Hintergrund:
Gewässerbenutzer, die zu anderen Zwecken als der öffentlichen Wasserversorgung Wasser aus dem Grundwasser oder aus einem oberirdischen Gewässer entnehmen, sind verpflichtet, die entnommene Wassermenge zu messen und zu dokumentieren, wenn die zugelassene Entnahmemenge der Gewinnungsanlage mehr als 2.000 m³ pro Jahr beträgt.
Das Ergebnis der Messung ist für jedes Kalenderjahr spätestens bis zum 31. März des folgenden Jahres dem Thüringer Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz (TLUBN) elektronisch zu übermitteln. Außerdem ist über jede Wassergewinnungsanlage eine Dokumentation (nach Anhang 3 ThürRohwEKVO) zu erstellen und auf aktuellem Stand vorzuhalten. Diese muss dem erstmaligen Eigenkontrollbericht beigefügt werden.
Für Träger der öffentlichen Wasserversorgung gilt: das Rohwasser ist je nach gewonnener Menge in regelmäßigen Abständen auf bestimmte Parameter zu untersuchen. Dabei wird zwischen einer Kurzuntersuchung, die zweimal jährlich durchzuführen ist und einer Volluntersuchung (je nach Größenordnung der Wasserentnahme zwischen einmal jährlich und einmal aller fünf Jahre) unterschieden.
Die Ergebnisse der Untersuchungen und Messungen sind in einem Eigenkontrollbericht zusammenzufassen und spätestens bis zum 31. März des folgenden Jahres, an das Thüringer Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz elektronisch zu übermitteln.
Weiterhin haben Träger der öffentlichen Wasserversorgung über jede Wasserversorgungsanlage und deren jeweilige Komponenten eine Dokumentation (nach Anhang 1 ThürRohwEKVO) zu erstellen und auf aktuellem Stand vorzuhalten. Diese muss dem erstmaligen Eigenkontrollbericht beigefügt werden.
Viele Unternehmen melden die Entnahmemengen bereits an verschiedene Stellen. Hier ist eine doppelte Berichterstattung zu vermeiden. Um dies gegenüber dem TMUEN zu spiegeln, benötigen wir Ihre Erfahrungswerte.
Vielen Dank vorab für Ihre Unterstützung.