Verbesserte Überbrückungshilfe III

Die erweiterte Überbrückungshilfe III steht im Dezember 2020 für die Unternehmen zur Verfügung, die aufgrund des Beschlusses vom
13. Dezember 2020 im Dezember zusätzlich geschlossen wurden.
Diese sieht wiederum eine anteilige Erstattung der betrieblichen Fixkosten vor. Der Erstattungsbetrag beträgt in der Regel 200.000 Euro, in besonderen Fällen bis zu 500.000 Euro. Quelle: Mitteilung BMF/BMWi
Antragsberechtigt sind Unternehmen, Soloselbständige und selbständige Angehörige der freien Berufe mit einem Jahresumsatz von bis zu 500 Millionen Euro.
Erstattung der Fixkosten
Erstattungsfähig sind Fixkosten entsprechend des Kostenkatalogs der Überbrückungshilfe III – also insbesondere Mieten und Pachten, Finanzierungskosten, Abschreibungen bis zu einer Höhe von 50 Prozent sowie weitere fortlaufende betriebliche Fixkosten.
Die Erstattung der Fixkosten erfolgt in Abhängigkeit vom Umsatzrückgang während des betreffenden Kalendermonats, typischerweise im Vergleich zum entsprechenden Monat im Jahr 2019:
  • bei Umsatzrückgängen zwischen 30 und 50 Prozent werden 40 Prozent der Fixkosten erstattet,
  • bei Umsatzrückgängen zwischen 50 und 70 Prozent werden 60 Prozent der Fixkosten erstattet und
  • bei Umsatzrückgängen von mehr als 70 Prozent werden 90 Prozent der Fixkosten erstattet.
Beträgt der Umsatzrückgang weniger als 30 Prozent erfolgt keine Erstattung.
Erhöhung des Förderhöchstbetrages
Der Förderhöchstbetrag beträgt 200.000 EUR, maximal 500.000 EUR. Antragsberechtigt sind alle Unternehmen mit einem Jahresumsatz bis zu 500 Mio. EUR.
Abschlagszahlungen bis 50.000 EUR
Zusätzlich antragsberechtigte Unternehmen für den Zeitraum der Schließungsanordnungen sind:
  • Unternehmen, die im Dezember von den zusätzlichen Schließungen direkt oder indirekt (d. h. mit einem sehr starken Geschäftsbezug zu den direkt geschlossenen Unternehmen) betroffen sind
  • Unternehmen, die im neuen Jahr weiter von den am 28. Oktober bzw. den jetzt neu vereinbarten Schließungen betroffen sind (neu: November 2020 bis Juni 2021)
  • diejenigen Unternehmen, die zwar nicht geschlossen und im engeren Sinne direkt oder indirekt betroffen sind, aber dennoch besonders hohe Umsatzrückgänge zu verzeichnen haben
Schon bisher sieht die Überbrückungshilfe III daher für November und Dezember 2020 vor, dass Unternehmen für diese beiden Monate antragsberechtigt sind, die einen Umsatzrückgang im Vergleich zum Vorjahresumsatz von 40 Prozent aufweisen. Diese Regelung wird für das erste Halbjahr 2021 verlängert, so dass Unternehmen anspruchsberechtigt sind, deren Umsatz im Vergleich zum Umsatz des Vergleichsmonats des Jahres 2019 um 40 Prozent zurückgegangen ist. Ihnen steht dann die Überbrückungshilfe III für den Schließungsmonat zu. Hier liegt die Obergrenze für die Fixkostenerstattung bei den in der Überbrückungshilfe III üblichen 200.000 Euro pro Monat. (siehe auch hier)
Genauere Details sind zum jetzigen Zeitpunkt leider noch nicht bekannt. Sobald die konkreten Förderrichtlinien vorliegen und eine Antragsstellung möglich ist, werden wir Sie dazu in unserem Newsletter und auch hier auf unserer Webseite informieren.