Überbrückungshilfe III

Mit der Überbrückungshilfe III werden Unternehmen, Soloselbständige und Freiberufliche aller Branchen mit einem Jahresumsatz bis zu 750 Millionen Euro unterstützt.
Wer ist antragsberechtigt?
  • Unternehmen, die in einem Monat einen Umsatzeinbruch von mindestens 30 Prozent im Vergleich zum Referenzmonat im Jahr 2019 erlitten haben können für den betreffenden Monat Überbrückungshilfe III beantragen.
  • Der Förderzeitraum umfasst die Monate November 2020 bis Juni 2021.
  • Unternehmen mit einem Jahresumsatz bis 750 Millionen Euro.
  • Die Antragstellung erfolgt über die bundeseinheitliche Online-Plattform www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de bei Steuerberatern, Wirtschaftsprüfern, Rechtsanwälten, vereidigten Buchprüfern.
  • Die Antragsfrist endet am 31. August 2021.
Unternehmen, die November- bzw. Dezemberhilfe erhalten haben, sind für diese beiden Monate nicht antragsberechtigt.  
Wie wird gefördert?
  • Unternehmen können bis 1,5 Millionen Euro Überbrückungshilfe je Monat erhalten
  • Abschlagszahlungen sind bis 100.000 Euro möglich
  • Gefördert werden betriebliche Fixkosten abhängig von der Höhe des Umsatzrückgangs im Vergleich zum entsprechenden Monat im Jahr 2019:
    • Umsatzrückgang 30 bis 50 Prozent
      erstattet werden 40 Prozent der förderfähigen Fixkosten
    • Umsatzrückgang 50 bis 70 Prozent
      erstattet werden 60 Prozent der förderfähigen Fixkosten
    • Umsatzrückgang mehr als 70 Prozent
      erstattet werden 90 Prozent der förderfähigen Fixkosten
Was wird erstattet?
  • Fixkosten entsprechend eines Fixkostenkataloges. Insbesondere sind das:
    • Mieten und Pachten
    • Mietkosten für Fahrzeuge und Machinen
    • Finanzierungskostenanteil von Leasingraten
    • Raumkosten (Heizung, Wasser, Strom)
    • Versicherungen
    • Kosten für Marketing und Werbung
    • Kapitalkosten (Zinsen)
    • Grundsteuern
  • Personalaufwendungen, die nicht von Kurzarbeitergeld erfasst sind, werden pauschal mit 20 Prozent der Fixkosten gefördert.
  • Für bauliche Maßnahmen zur Umsetzung von Hygienekonzepten und Investitionen in Digitalisierung (z. B. Aufbau eines Online-Shops) können im Zeitraum März 2020 bis Juni 2021 Kosten bis zu 20.000 Euro erstattet werden.
Sonderregelungen wird es geben für Reisebüros, Reiseveranstalter, Kultur- und Veranstaltungsunternehmen, den Einzelhandel, die Pyrotechnikbranche und für Soloselbständige eine Neustarthilfe.

Neustarthilfe für Soloselbständige

Mit Vorschuss von bis zu 7.500 Euro werden Soloselbstängige und kleine Kapitalgesellschaften unterstützt. 
Wer kann Antrag stellen?
  • Soloselbständige, mit oder ohne Personengesellschaften im Haupterwerb
  • Kapitalgesellschaften mit einem oder mehreren Gesellschaftern
  • kurz befristete Beschäftigte in den darstellenden Künsten
  • Gründung vor dem 1. Mai 2020
Wie wird gefördert?
  • als steuerbarer Zuschuss zu Beginn des Förderzeitraumes Januar bis Juni 2021
  • einmalig 50 Prozent des Referenzumsatzes (hälfte des Jahresumsatzes 2019)
  • maximal 7.500 Euro für Soloselbständige und Ein-Personen-Kaptalgesellschaften
  • maximal 30.000 Euro für Mehr-Personen-Kapitalgesellschaften
  • Endabrechnung am Ende des Förderzeitraums (Nach- bzw. Rückzahlungen sind möglich
Antragstellung:
  • Soloselbständige Antragstellung direkt über das ELSTER-Portal oder über prüfenden Dritten (Steuerberater)
  • für Ein-Personen-Kapitalgesellschaften und Soloselbständige mit Personengesellschaften über prüfenden Dritten (Steuerberater)
  • für Mehr-Personen-Kapitalgesellschaften über prüfenden Dritten
  • Antragstellung nur einmal für gesamten Förderzeitraum
Mehr Informationen zur Antragstellung Neustarthilfe.
Weitere Informationen zur Neustarthilfe finden Sie auf der Seite des Bundeswirtschaftsministeriums (BMWi).