Überbrückungshilfe III

Zur weiteren Unterstützung der Wirtschaft wird die Überbrückungshilfe verlängert und als Überbrückungshilfe III mit verbesserten sowie ausgeweiteten Angeboten für die Unternehmen fortgeführt.
Folgende Maßnahmen sind in der Überbrückungshilfe III
für den Zeitraum Januar bis Juni 2021 eingeplant: 
  • November- und Dezember-Fenster
Für Unternehmen, die in den Monaten November und/oder Dezember einen Umsatzeinbruch von mindestens 40 Prozent im Vergleich zum jeweiligen Vorjahresmonat erlitten haben und keinen Zugang zur November- und/oder Dezemberhilfe hatten. Zugangsvoraussetzung ist ein Umsatzrückgang in den Monaten April bis Dezember 2020 in zwei aufeinanderfolgenden Monaten um 50 Prozent oder 30 Prozent im Durchschnitt in diesem Zeitraum.
  • Erhöhung des Förderhöchstbetrages und Ausweitung der Antragsberechtigung
Der Förderhöchstbetrag wird von 50.000 EUR auf 200.000 EUR pro Monat erhöht. Antragsberechtigt sind alle Unternehmen mit einem Jahresumsatz bis zu 500 Mio. EUR. Die Beschränkung auf kleine und mittlere Unternehmen entfällt.
  • Neustarthilfe für Solo-Selbständige
Solo-Selbständige können eine einmalige Betriebskostenpauschale in Höhe von 25 Prozent des Vergleichsumsatzes erhalten. Bis zu einem Betrag von 5.000 EUR können Solo-Selbständige ihren Antrag direkt über das ELSTER-Portal stellen. 
  • Erweiterung der erstattungsfähigen Kosten
Um die Anforderungen an die Hygienebestimmungen zu erfüllen, können bauliche Modernisierungs-, Renovierungs- oder Umbauarbeiten mit bis zu 20.000 EUR erstattet werden. Ausgaben für Werbung und Marketing sind bis zu dem Betrag im Jahr 2019 förderfähig. Auch Abschreibungen von Wirtschaftsgütern können bis zu 50 Prozent als förderfähige Kosten anerkannt werden.
  • Verbesserungen für Reise- und Veranstaltungsbranche
Die branchenspezifische Fixkostenregelung für die Reisebranche wird erweitert. Bei der Rückzahlung von Provisionen bei Corona-bedingten Stornierungen wird die Begrenzung auf Pauschalreisen aufgehoben. Förderung interner Ausfallkosten für den Zeitraum März bis Dezember 2020 durch eine erhöhte Personalkostenpauschale.    
Unternehmen der Veranstaltungs- und Kulturbranche können für den Zeitraum März bis Dezember 2020 interne und externe Ausfallkosten geltend machen.