Corona: Ausbildungszuschuss

Ab sofort können Unternehmen mit Lehrlingen bei der IHK den Ausbildungszuschuss des Landes beantragen. Mit dieser Förderung sollen Unternehmen unterstützt werden, die aufgrund von behördlich angeordneten Schließungen die Ausbildung der Lehrlinge unterbrechen mussten.
Hintergrund: Da die Kurzarbeitsregelung bei den Auszubildenden erst nach sechs Wochen greift, müssen Unternehmen die Vergütung ihrer Azubis für diesen Zeitraum selbst tragen – trotz Betriebsschließung.
Die wichtigsten Informationen zum Ausbildungszuschuss haben wir in unseren FAQs für Sie zusammengestellt. Gern können Sie uns auch eine E-Mail schreiben oder anrufen.

Wer ist berechtigt diesen Antrag zu stellen?


Antragsberechtigt sind ausschließlich Ausbildungsunternehmen, die gemäß §§ 5 ff. ThürSARS-CoV-2-EindmaßnVO in ihrer jeweils gültigen Fassung vollständig oder teilweise geschlossen wurden. Andere Ausbildungsbetriebe, die in Folge der Corona-Pandemie mittelbar in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten sind und Kurzarbeit beantragen mussten, sind nach den Vorgaben des Landes nicht antragsberechtigt. Hier setzt sich die IHK Ostthüringen weiter für eine Ausweitung des Ausbildungszuschusses auf alle von Kurzarbeit betroffenen Unternehmen ein. 
Update vom 9. Juli 2020
Unser Einsatz in den letzten Wochen hat sich zumindest teilweise gelohnt. Der Anwendungsbereich für den Azubizuschuss wurde erweitert. Jetzt sind auch
  • Reisebüros,
  • Messebauer sowie
  • Unternehmen der Veranstaltungsbranche
antragsberechtigt.

Welche Ausbildungsverhältnisse werden berücksichtigt?


Die IHK Ostthüringen kann nur die Ausbildungsverhältnisse berücksichtigen, die tatsächlich von der vollständigen oder teilweisen Betriebsschließung betroffen waren und bei der IHK Ostthüringen eingetragen sind. Sofern noch Ausbildungsverhältnisse bei anderen Industrie- und Handelskammern oder Handwerkskammern in Thüringen eingetragen sind, müssen für diese Ausbildungsverhältnisse Anträge bei den entsprechenden Kammern gestellt werden.

Welcher Betrag wird konkret erstattet?


Die Höhe der Billigkeitsleistung beträgt 80 Prozent der nach § 19 Abs. 1 Nr. 2 a) BBiG nachweislich für die Dauer von bis zu sechs Wochen fortgezahlten Bruttoausbildungsvergütungen zuzüglich einer Pauschale in Höhe von 20 Prozent für entrichtete Sozialversicherungsbeiträge des Arbeitgebers (Ausbildungsbetrieb).

Wie kann der Antrag gestellt werden?


Den vollständig ausgefüllten und unterschriebenen Antrag senden Sie bitte im Original und inklusive aller notwendigen Anlagen bis spätestens 31.07.2020 an die IHK zurück. Die Übersendung per E-Mail oder Telefax ist nach den Vorgaben des Landes nicht zulässig.