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Die Wirtschaft kann auch gut ohne Landesgrenzen. Dieses Ergebnis schon vorwegnehmend, eröffnete der Bürgermeister der Stadt Meerane Professor Lothar Ungerer das Unternehmertreffen. Zu dieser Gesprächsrunde trafen sich 50 Unternehmerinnen und Unternehmern mit Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern und kommunalen Mandatsträgern.
Das Tagungshotel „Schwanefeld“ in Meerane selbst, das sowohl auf sächsischem als auch auf thüringischem Boden liegt, bot einen großen Erfahrungsschatz im Umgang mit der unterschiedlichen Förderpolitik der Länder.
Jürgen Kepke, geschäftsführender Gesellschafter der Wirtschaftsfördergesellschaft Ostthüringen mbH, stellte die ersten Ergebnisse des REK „terra plisnensis“ vor. Schwerpunkte sind dabei die interkommunale Zusammenarbeit, die Bewältigung des demografischen und sozialen Wandels, die Infrastrukturentwicklung, die Bereiche regenerative und erneuerbare Energien, nachwachsende Rohstoffe und touristische Projekte.
Jörg Grabow von der Volkswagen Sachsen GmbH Zwickau stellte dar, dass „Landesgrenzen“ keine große Bedeutung für die Entwicklung seines weltweit agierenden Unternehmens haben. Vielmehr kommt es auf die Kompetenz der Mitarbeiter, auf das Gewerbeflächenangebot, Fachkräftepotenzial und Infrastruktur an - Kriterien, die nicht zuletzt für die Entscheidung zum Standort Zwickau gesprochen haben. Es gilt, die Chancen, die die Region „terra plisnensis“ hat, für die zukünftige Entwicklung zu nutzen.
Dieter Bär, Seniorberater der Spezialgeräte Schmölln Ablängtechnik GmbH, schilderte die Entwicklung seiner Firma am Standort Schmölln. Durch den unternehmerischen Zusammenhalt in der Region wurden Synergien für sein Unternehmen erschlossen. Das Credo von Dieter Bär lautet: „Der Erfahrungsaustausch ist die billigste Investition.“
In seiner Vision für die Region „terra plisnensis“ ist für Professor Ungerer entscheidend, dass die Kommunen sich um eine marktgerechte Wirtschaftsförderung bemühen. Er stellte regionalökonomischen Prämissen vor, die aus seiner Sicht die Systeme „Lebenswelt“ und „Wirtschaft“ in Einklang bringen sollen.
Die Diskussion der Unternehmer und Kommunalpolitiker drehte sich um die aktuell brisanten Standortfaktoren Infrastruktur und Fachkräfte/Demografie.
Wolfgang Scholz, Bürgermeister der Stadt Gößnitz, sprach in seinem Schlusswort von einer gelungenen Veranstaltung. Deutlich wurde, dass sich die Wirtschaft gemeinsam mit der Kommunalpolitik für die Region „terra plisnensis“ jetzt und auch künftig engagiert.
Die Teilnehmer waren sich einig, dass diese Unternehmertreffen im nächsten Jahr seine Fortsetzung finden sollte.
© IHK Ostthüringen zu Gera