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KONJUNKTURUMFRAGE DER THÜRINGER IHKS

Wirtschaftslage in Thüringen weiterhin gut

Konjunkturumfrage der Thüringer IHKs: Dienstleister mit Rekordergebnissen

Der Thüringer Wirtschaft geht es weiterhin gut. Die Mehrzahl der Firmenchefs beurteilt die Lage sogar besser als vor der Wirtschafts- und Finanzkrise. Neun von zehn Thüringer Unternehmen schätzen die Geschäftsentwicklung mit „gut bis befriedigend“ ein. 2011 war damit eines der wirtschaftlich erfolgreichsten Jahre für die Thüringer.

Dennoch sehen die Unternehmer Risiken. Nachdem bereits im Herbst 2011 die Erwartungen deutlich heruntergeschraubt wurden, setzt sich dieser Trend auch zum Jahreswechsel 2011/12 fort. Die Einschätzungen der Unternehmen zu ihrer Geschäftslage und zu ihren Erwartungen, auch Konjunkturklimaindex genannt,  liegen per Saldo mit 110,0 Punkten leicht unter dem Niveau vom Herbst 2011 (114,4). Das zeigen die Konjunkturumfragen der Thüringer Industrie- und Handelskammern (IHKs), an denen sich 1.200 Unternehmen im Freistaat beteiligt haben.

Mit einem Anteil von 21 Prozent an der Bruttowertschöpfung bleibt die Thüringer Industrie Zugpferd. Die Industrieunternehmen konnten von Januar bis November 2011 ihre Umsätze um über zwölf Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum steigern. „Die positive Entwicklung des verarbeitenden Gewerbes in Thüringen wirkt sich auf andere Branchen deutlich aus. Das bringt  auch positive Impulse für den Arbeitsmarkt“, erklärt Peter Höhne, Hauptgeschäftsführer der IHK Ostthüringen zu Gera. Kürzungen der Mitarbeiterzahl planen nur zehn Prozent der Firmen. Das ist der niedrigste Wert aller bisherigen Konjunkturumfragen. Jedoch wollen elf Prozent der Unternehmer in Thüringen wieder mehr Personal einstellen.

Die Investitionspläne der Thüringer Wirtschaft bleiben ebenfalls unverändert auf hohem Niveau. 63 Prozent der Thüringer Unternehmen wollen ihre Investitionsausgaben erhöhen oder konstant halten. Die Anzahl der Unternehmen, die keine Investitionen planen, bleibt bei 21 Prozent und damit deutlich unter dem langjährigen Trend (25 Prozent). „Ersatzbedarf, Produktinnovationen und Rationalisierungen sind nach wie vor die häufigsten Investitionsmotive im Freistaat. Die Thüringer Unternehmen nutzen die erzielten Gewinne, rüsten sich für die Zukunft und erhalten somit ihre nationale und internationale Wettbewerbsfähigkeit“, so Dr. Ralf Pieterwas, Hauptgeschäftsführer der IHK Südthüringen in Suhl.

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