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Ostthüringer IHK rechnet 2010 mit Beschäftigungsverlusten
Die Arbeitslosenquoten in Ostthüringen sind im Dezember 2009 gegenüber dem Vormonat leicht angestiegen, bleiben aber unter dem Vorjahreswert. Dies melden heute die Ostthüringer Arbeitsagenturen. Im Agenturbezirk Gera liegt die Quote im Dezember bei 10,9 Prozent (+0,3 Prozentpunkte geg. November), in Jena bei 9,1 (+0,3) und in Altenburg bei 14,4 (+0,1).
„Der Arbeitsmarkt hat sich 2009 trotz der schweren Wirtschaftskrise recht moderat entwickelt”, so Almut Weinert, Leiterin des Bereichs Wirtschaft und Technologie. „Der krisenbedingte Crash hat sich nicht am Arbeitsmarkt eingestellt, die Zahl der Arbeitslosen ist im Vergleich zum Jahresbeginn sogar gesunken. Insbesondere in den Agenturbezirken Altenburg und Gera hat sich übers Jahr die Zahl der Arbeitslosen verringert.”
Als eine Erfolgsgeschichte sieht Almut Weinert die Entwicklung des Arbeitsmarktes dennoch nicht. Der erste Arbeitsmarkt zeige sich nach wie vor angespannt: So verloren 2009 im Agenturbezirk Jena über 21.000 Personen ihren Arbeitsplatz, knapp 18.000 kamen in Beschäftigung. Wenn auch das Kurzarbeitergeld dazu geführt habe, dass viele Arbeitgeber ihre Fachkräfte an Bord hielten, könnten sich in diesem Jahr auch dessen Nachteile deutlich zeigen. Der Auftragsrückgang in der Industrie schlage sich schon deutlich in gestiegenen Lohnstückkosten sowie in Rückgängen der Produktivität und der Kapazitätsauslastung nieder. Dies zehre am Eigenkapital der Unternehmen und damit an deren Kreditwürdigkeit. Die Ostthüringer IHK rechnet nach aktuellen Umfrageergebnissen daher für 2010 mit eher sinkenden Beschäftigtenzahlen.
05.01.2010
© IHK Ostthüringen zu Gera