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PRESSEINFORMATIONEN

IHK fordert Einbeziehung bei Planung von Katastrophenschutzübungen

Warum wurde innerhalb der bundesweiten Katastrophenschutzübung Lükex am vergangenen Mittwoch (27.01.) ausgerechnet der Lobdeburgtunnel an der A4, einer der meist befahrenen Autobahnen ausgewählt? Warum fand die Übung nicht am Wochenende, sondern von 19:00 bis 24:00 Uhr statt, in einer Zeit des stärksten LKW-Verkehrs?

Diese Fragen hätte die Ostthüringer IHK gern im Vorfeld der Übung „Dekontaminieren radioaktiv verstrahlter Personen” mit dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe geklärt. Doch wurde der Einsatz weder mit der IHK noch mit den betroffenen Unternehmen des Verkehrsgewerbes abgesprochen. Stattdessen wurde der Verkehr über Göschwitz umgeleitet, katastrophal gerade für LKWs und Anwohner.

„Hier werden einseitig Interessen wahrgenommen. Die Bedeutung des Verkehrswesens für die Versorgung der Wirtschaft spielt offenbar bei der Planung solcher Unternehmungen keine Rolle. LKW-Transporte gerade nachts sind Terminverkehre nach einem engen Fahrplan. Die Betriebe in Deutschland und Europa sind auf die termingerechte Anlieferung ihrer bestellten Waren angewiesen. Jeder Stau verursacht betriebs- und volkswirtschaftliche Verluste. Haben wir so schon mit Staus auf Grund hohen Verkehrsaufkommens, Unfällen und sich endlos hinziehenden Baustellen zu kämpfen, muss nicht noch ein selbst gemachter hinzu kommen!”, äußert Klaus-Peter Becker, Vorsitzender des Verkehrsausschusses der IHK Ostthüringen.

„Die Notwendigkeit der Übungen stellen wir nicht in Frage, aber auch Bundesbehörden sollten bei der Planung die Folgen für die Wirtschaft im Blick haben”, betont IHK-Chef Peter Höhne.

Ebenso unverständlich ist es für die Wirtschaft, dass Tankfahrzeugen einen Tag später, am 28.01.2010 der Zugang zur Autobahn A4 aufgrund der Witterung verwehrt wurde. „Hier sollten die Verantwortlichen der Kommunen und Straßenmeistereien für freie Straßen statt für Verbote sorgen. Neben öffentlichen Tankstellen konnten so unzählige Betriebstankstellen nicht mit Diesel beliefert werden, um den LKW-Verkehr aufrechtzuerhalten”, erklärt Becker. Es sei unverantwortlich, den Kreislauf der Wirtschaft gerade in dieser Zeit zu schwächen.

29.01.2010

DOKUMENT-NR. 20968

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