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PRESSEINFORMATIONEN

Ostthüringer Fachkräfte-Atlas wirbt für Ausbildung

Einen Fachkräfteatlas mit 189 Ausbildungsberufen haben die Industrie- und Handelskammer sowie die Handwerkskammer Ostthüringen gemeinsam erarbeitet. Dieser wird an alle Ostthüringer Schulen verteilt und soll als Arbeitsmittel im Unterricht der 7. Klassen sowie zu Elternabenden eingesetzt werden.

"Damit wollen wir Jugendlichen helfen, einen geeigneten Beruf zu finden", sagte IHK-Präsident Hans B. Bauerfeind bei der Vorstellung des Nachschlagewerkes in Erfurt. Gleichzeitig soll damit geworben werden, dass Mädchen und Jungen nach der Schulzeit in der Heimat bleiben und hier eine Zukunft finden, meinte der Unternehmer aus Zeulenroda.

Der Atlas informiert aufgegliedert nach den Landkreisen und den Städten Jena und Gera über die mehr als 550 Ausbildungsbetriebe Ostthüringens, darunter über 100 Handwerkerfirmen. Er gibt Tipps von Personalleitern und Fachkräften, enthält Trends zu Ausbildungsberufen und macht Angaben zu Berufsbildungsmessen der Region sowie zu Praktikumsplätzen.

Finanzministerin Birgit Diezel (CDU) lobte die Initiative der beiden Kammern. Sie verwies gleichzeitig auf die dramatisch sinkende Zahl der Schulabgänger, die von rund 39.000 im Jahr 2000 auf unter 17.000 im übernächsten Jahr zurückgehen. Der Atlas wird für Schüler und Eltern eine Hilfe bei der Entscheidung für den Beruf sein, sagte Diezel.

Das Material wurde in einer Auflage von 7.000 Stück gedruckt. Es soll vor allem an die Mädchen und Jungen der 7. Klassen übergeben werden. Realisiert werden konnte das Projekt durch eine 85prozentige Förderung des Freistaats Thüringen, davon kamen 75 Prozent aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds.

Landtagsabgeordneter Dr. Hartmut Schubert (SPD) empfahl der CDU-Landesregierung, den Ostthüringer Fachkräfteatlas "schnellstmöglich für ganz Thüringen umzusetzen".

01.04.2009

DOKUMENT-NR. 18026

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